Glaube

Phi: Mami, was ist Religion?
Ich: Meinst du den Unterricht, wo Fe jetzt ist? Oder Religion im Allgemeinen?
Phi: Religion.
Ich: Das ist, woran du glaubst. Du bist reformiert und da gibt es einen Gott. Bei den Moslems gibt es auch einen Gott, aber sie nennen ihn Allah.
Phi: Und woran glaube ich?
Ich: Du bist reformiert. Aber eigentlich entscheidest du selbst, woran du glaubst.
Phi: Ich glaube an Zeus!
Ich: Ah griechische Götter. Ja die gefallen mir auch. Sind so schön menschlich.

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Family Business

Fe: Mami, es ist sooooo cool, dass du skatest!

(Und mitunter wohl lustig zu zuschauen… 🙂)

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Inspirationslektüre

Phi hat das Lesen entdeckt. Und Gregs Tagebuch.
Greg möchte Geld verdienen und baut einen PAC-MAN-Automaten. Er setzt seinen Kollegen in eine angemalte Kartonschachtel und der muss mit an Stäbchen befestigtem PAC-MAN und Geistern das Spiel simulieren.
Phi möchte auch Geld verdienen und baut den Automaten nach.

Er setzt sich rein und ruft: Mami, du kannst kommen. Kostet einen Franken!

Ich werfe das Geld in den Schlitz und warte gespannt, wann PAC-MAN auftaucht und wie Phi das gelöst hat. Hat er auch eine PAC-MAN-Figur mit Stab gebastelt? Wo ist das Labyrinth? Rollt er vielleicht eine Zeichnung aus?

Es ruft aus dem Karton: Moment noch….!

Dann erscheint eine Hand in der Öffnung und streckt mir ein Handy entgegen: Hier! Spiel!
Auf dem Handy: PAC-MAN.
😁
So geht das.

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Alternative Zeitrechnung

Geht Mathematik in Spitälern anders? 🤔

Oder wie kann – laut Operationsbericht – die Patientin mit Jahrgang 1975 im Jahr 2019 41-jährig sein? 🤨

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Der Beweis

Meinen Gehirnscan pinnte ich später an meine Zimmertür, als Beweis. Sogar der Original-Post-It klebt noch dran.

Scan

Offenbar fühlte ich mich in Erklärungsnot. War ich doch unter lauter Naturwissenschafts- und Psychologiestudenten als Schauspielschülerin sonst mehr für die Bereiche Schweiss, Staub und (Herz)blut berühmt und berüchtigt.

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Der Verdacht

Telefon

Ich kam von einer Untersuchung beim Augenarzt, suchte mir am Albisriederplatz den Apparat mit dem am wenigsten klebrigen Hörer und fütterte die Münzschlitze.

Ich: Hallo Mama?
Sie: Ah! Hallo, wie gehts dir?
Ich: Geht so. Ich war grad beim Augenarzt. Mein Sehnerv ist nach vorne gedrückt, sagt er. Dann hat er einen Test gemacht. Ich habe Gesichtsfeldausfälle. Jetzt muss ich in die Röhre. MRI.
Sie: Wegen deinen Augen?
Ich: Äm. Nein. Er sagt, es bestehe der Verdacht auf ein gutartiges Geschwür an der Hirnanhangsdrüse.
Sie: Du hast einen Hirntumor??!!
Ich: Nein, Mama. VERDACHT auf ein GUTARTIGES GESCHWÜR an der Hirnanhangsdrüse.
Sie: Eben, Hirntumor.
Ich: Könntest du bitte dieses Wort nicht sagen?
Sie: Ist doch egal. Es ist, was es ist. Hirntumor, Krebs.
Ich: Ja danke, Mama. Das wars schon. Das wollte ich nur sagen.

Eine Woche später lag ich in der Röhre. Es war eng und unglaublich laut.
Kaum war ich wieder raus, sagte der Arzt: Sieht gut aus!
Auch da wurde ich schlagartig müde. So müde, dass ich mich am liebsten zurück in die Röhre gelegt hätte zum Schlafen.
Trotz Platzangst.

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Das Telefonat

Ich: Tinkakartina.
Sie: Guten Morgen Frau Tinkakartinka. Ich bin Frau Spablablakeineahnungmehr. Ich rufe aus dem Spital an.
Ich: …
Sie: Wegen ihren Ergebnissen. Alles gut. Keine Überraschungen.
Ich: …
Sie: Also keine Überraschungen. Kein Krebs.
Ich: …
Sie: Hallo? Haben sie gehört? Alles gut.
Ich: …
Sie: Haben sie noch Fragen?
Ich: 😅 Puhh. Kein Krebs. Danke. Nein. Alles gut.

Ich war müde, so müde und ging schlafen.
Oder weinen?
Oder beides.

Erinnerte mich an ein Gespräch von vor zwanzig Jahren.

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Krankenhausdialoge – Epilog

Kreuz

Dann durfte ich gehen. Infusion raus. Ich wartete angezogen und alles gepackt auf die Ärztin. Endlich wieder bewegen.
Wir spazierten in die Spitalapotheke.

Und da ich ja eh immer zu Fuss ins Spital zu den OPs gehe, wollte ich auch zu Fuss heim. Es war ein so schöner Abend. Also noch kurz einkaufen. (Ich habe nichts getragen, und die Schritte wurden etwas langsamer beim Nachlassen der Schmerzmittel).

Und dann nach Hause, bekocht werden und endlich wieder richtig Essen und trinken, nach 20 Stunden!!! 😋

 

PS: Die Erschöpfung kam später. So viel geschlafen und gedöst und nach Worten in meinem Hirn gesucht, hab ich noch nie.

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Krankenhausdialoge – Die Brille

Kreuz

Er: Guten Tag. Kennen sie mich noch?
Ich: Ja, ihre Brille! Der Rest war grün.
Er: Wie geht es ihnen?
Ich: Super! Nicht übel. Gegessen habe ich auch schon. Ich warte auf die Ärztin, dass ich heim kann.
Er: Und wovon haben sie geträumt?
Ich: Vom Skateboarden.
Er: Ein Albtraum.
Ich: Nein super! Voll angstfrei.
Er: Wir mussten ihnen tatsächlich einiges geben. Nur damit sie das wissen, bei einer nächsten Operation. Sie verstoffwechseln schnell…
Ich: Echt? Aber das ist alles notiert im Bericht. Diesmal. Oder?
Er: Ja. Aber wenn sie nicht bei mir landen…
Ich: Wieviel genau?
Er: So genau müssen sie es nicht wissen.

Wollte ich aber. Sie haben mich wie eine 100kg- Frau stillgelegt. Und doch war ich nachher subito wach.

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Krankenhausdialoge – Schichtwechsel

Kreuz

Im Zimmer: Die Mitpatientin döste noch, mein Blutdruck war ok. Die Beutel wurden vom Bett auf den Galgen umgehängt.

Ich: Darf ich aufs Klo?
Sie: Mooooooment! Ist ihnen übel?
Ich: Nein.
Sie: Warten sie noch kurz.

Kaum war sie weg, schwang ich die Infusionsschläuche um den Bettpfosten, rollte den Galgen etwas näher und liess meine Beine über die Bettkante baumeln.
Da öffnet sich die Tür und vier Pflegefachkräfte stehen im Zimmer.

Ich: Ups. Erwischt.

 

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