Elternabendflash

Was ist das Beste, was man hören kann, nachdem man der versammelten Elternschaft gerade etwas nervös seine Art zu unterrichten dargelegt und die wichtigsten Schwerpunkte verklickert hat und nach Fragen fragt?

„Keine Frage. Aber eine Anmerkung habe ich: Jetzt weiss ich, warum mein Sohn wieder gerne zur Schule geht!“

🙂

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Modeclown

Am Morgen so gegen 06:45 Uhr.

Ich: Oh Phi! Du siehst ja voll chic aus!

Phi: Ja!

Ich: Und ich? Guck mal! Ich drehe mich um die eigene Achse.

Phi begeistert: Ja Mami! Wie ein Clown!

Ich: 🤨 Clown? Hallo? Das ist ne coole Leinenhose….

Phi: Eben! Ich finde Clowns chic!

Ich: Soll ich mir noch ne rote Nase aufsetzen? Morgen? Am Elternabend?

Phi: Au ja!

Das wird in die Hall-of-Fame der Komplimente meines Charmeurs eingehen. Zusammen mit dem, dem und dem „Mami, du hast so schön grüne Augen. Wie ein Monster!“

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Wonderwoman

Ich: Gut, wer möchte auch noch das Schulzimmer als Superheld betreten?

Do: Ich, ich! Iiiich!

Ich: Do, du warst schon. Vielleicht ein Mädchen?

Mädels ziehen die Köpfe ein.

La: Zählen Sie doch ab!

Ich: Azelle, Bölle schelle, d Chatz gaht uf Walliselle…. Duss! – A?

A duckt sich. A schüttelt den Kopf. A schaut mich flehentlich an.

Do: Gehen SIE doch! Dann getrauen sich auch die Mädchen.

La: Getrauen Sie Sich?

Ich: Natürlich, da kenne ich nix.

Ich verlasse das Klassenzimmer mit aufgeregtem Gekicher und Getuschel im Rücken und schliesse die Tür. Frage mich kurz, ob das pädagogisch wertvoll ist und beschliesse keine peinlichen halben Sachen zu machen.

Als ich das Zimmer mit meinem Killerblick wieder betrete, ist es mucksmäuschenstill. Alle halten gespannt den Atem an. Ich schreite nach vorne zur Tafel, fixiere jede und jeden kurz und werfe mich in Pose. Man würde eine Stecknadel fallen hören.

Ich lache: So! Das reicht. Rückmeldung bitte. Aber erst das Gute, dann das nicht so Gute.

Du: Sie gehen voll wie Wonderwoman!

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Die Stadt im Kopf

Phi: Mami, ich trickse das Schicksal aus.

Ich: Ah echt? Wie?

Phi: Weisst du noch, als ich Harry Potter 4 schauen durfte. Ich sagte mir einfach, ach, ich darf sicher nicht, Mami sagt bestimmt nein…. Und tadaaa! Ich durfte!

Ich: Und klappt das immer?

Phi: Leider nicht immer! Das Schicksal, das ist einer in meinem Kopf, der steuert mich. Der sitzt da an seinem Schaltpult. Und wenn nichts mehr klappt, dann feuere ich ihn!

Ich: Ja und dann? Passiert dir dann nichts mehr? Nichts Gutes und nichts Schlechtes?

Phi: Dann stelle ich einen Neuen ein.

Ich: Ist das so einfach?

Phi: Ach Mamiiiii, in meinem Kopf ist eine ganze Stadt! Meine Phantasie ist eine Stadt. Die ist in meinem Kopf drin.

Ich: Sehr cool!

Phi: Aber für die Schule ist sie zu privat. Da erzähl ich nicht so viel.

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Heiliger Nachtrag

San Vincenzo Ferrer, auch u munacone genannt, soll bei allen möglichen Krankheiten helfen.

1836 wurde er in einer Prozession durch Neapel getragen, was dann zur einem drastischen Rückgang der Cholera geführt haben soll.

San Vincenzo Ferrer

Letztes Jahr waren auch die Kirchen im Lockdown – also geschlossen. So auch die Basilica di Santa Maria della Sanità. Damit sich die Anwohner aber trotzdem an ihren Heiligen wenden konnten, trug man die Statue vor die Kirche und so pilgerten die Neapolitaner während der Pandemie zu dem Heiligen, der hinter seinem Sicherheitsgitter diesmal nicht die Cholera, sondern Corona stoppen sollte.

Wie man sehe, habe es nicht sehr viel gebracht… meinte la guida.

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Hängemattenhänger

Phi total frustriert in der Hängematte

Phi: Morgen ist wieder Schuuuuleeeee!

Ich: Ja für uns alle…

Phi: Ich hasse Schuuuuleeeee!

Ich: Du hast eine neue Lehrerin. Wird vielleicht doch ganz ok…?

Phi: Aber es ist immer noch Schuuuuuuleeeee!

Ich nahm mein neues Musikinstrument hervor, als Ablenkungsmanöver. Kennt ihr das Licht- und Sound Memory?

Das spielten wir auf dem Instrument nach. Ich verlor jedes Mal… Dann haben wir dann begonnen Musik zu machen. Ich spielte ein paar Töne, dann er. Immer im Wechsel, bis wir irgendwann ein Lied hatten. Das spielten wir dann zusammen, immer abwechselnd jeder seine drei, vier Töne.

So war es nicht mehr der letzte Feriensonntag, sondern der Tag an dem wir unser erstes Lied komponiert haben: Das Sonntagslied von Phi und Mami.

(Die verpassten Einsätze gehen auf meine Kappe 😬)

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😱

Neuen Arbeitskollegen kennen gelernt.

Er: Ah! Ich bin dort aufgewachsen!

Ich: Und welche Lehrer hattest du so?

Er: Frau Po, Herr We, Frau Da, Herr Eh…

Ich: Herr Eh? Moment…. Du bist 25…. 🤨 Wann war dein Abschlussjahr?

Er: 2012.

Ich: 😱😱😱 Ich habe dich unterrichtet!

Er: Echt?

Ich: Vertretung für Herrn Eh…

Er: Hmm. Ich kann mich nicht erinnern…

Ich: Gut! – Die komische Frau mit den langen, roten Haaren?

Er: Ah…. Ja…. Stimmt! Ich war schlimm nicht?

Ich: So genau weiss ich das nicht mehr. Die ganze Klasse war krass. Meine erste.

Er: Ohhh. Shit! Du Arme!!! Wir waren wirklich übel…

Ich: Ja. Allerdings!

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Ferien-Fazit

Strände

  • 1 mal Kiesel
  • 1 mal grober, schwarzer Lavasand
  • 5 mal feiner Sand
  • 2 mal Klippen

Essen

  • 10 Tage Meeresfrüchte
  • 2 Tage Snacküberlebenstraining
  • 2 Pizzatage

Schlafen

  • 1 Nacht im Zug
  • 9 Nächte unter freiem Himmel
  • 3 Nächte im Bett

Verloren und gestohlen

  • Nix

Gelacht

  • 923 mal, mindestens

Verkehrsmittel

  • 11 mal Zug
  • 2 mal Bus
  • 48 h Motorino
  • 10 – 20 km / Tag zu Fuss

Blasen an den Füssem

  • 4 (gerecht verteilt auf rechts und links)

Sandimport-Orte

  • überall

Ferienrating

  • Maximale Punktzahl ✅

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Tinkakartinka = Reise-Profi

Ein paar Neuanschaffungen hatte ich mir geleistet. Und so war ich trotz Hängematte, Matte und Schlafsack mit einem kleineren Rucksack unterwegs, als sonst.

Die neue Matte ist kaum grösser als eine grosse Getränkedose und sogar steinbodengeeignet. 👌🏻

Mit den neuen Schuhen klebte ich quasi – ganz spiderwomanlike – senkrecht am Tuffgestein. 🐐

Der Sommerschlafsack half auch im stark klimatisierten Zug 🥶🥶🥶

Der Tagesrucksack und der Reise- Regenschutz in ihren Beutelchen sind nicht abgebildet.

Die Zahnpastapillen sind meine neuen Mundhygienefavoriten!

Campingseife für Körper und Wäsche, umweltfreundlich. Festes Shampoo und Spülung, mit Draht halbiert, sonst zerbröselts. (Ach, das Deo in der Dose hab ich vergessen. 🤷‍♀️)

Natürlich hatte ich auch Sandalen, Kleidchen, Shirts, Piratentuch, Bikini und Lippenrot dabei. 💃

Aber den schwersten Gepäckposten stellten wohl die gut 900 Seiten Lesefutter. 😬 Weil mein Ebook und ich, mit uns wird das nie was.

So schnell hatte ich mein Reisegepäck noch nie wieder aufgeräumt. 😁

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Der letzte Tag II

Der Hotelangestellte wollte mein Gepäck tragen, ich schulterte es selber: Wenn ichs nicht tragen kann, habe ich zuviel dabei.

Er war in Marokko immer in den Bergen unterwegs, arbeitet am Meer, aber mag Berge lieber. Und draussen schlafen auch. Er schwärmte mir von seinen Wanderungen und den marokkanischen Bergen vor.

Nach einem Nachmittag im Liegestuhl spazierte ich die 3km nach Anzio.

Angelita di Anzio

Vorbei an Nerone.

Er weiss, wo‘s langgeht…

Einen letzten Sonnenuntergang am Meer geniessen.

Hach…

Und ein letztes Mal Meeresfrüchte essen.

mnjamnjam

Mich ins Getümmel schmeissen – Corona was?

Die Leute verstecken sich hier alle. Extra fürs Bild.

Und einen letzten Drink. Weil die Barista mir versicherte, sie organisiere mir ein Taxi zurück.

Tja.

Leider waren keine Taxifahrer erreichbar. 🤷‍♀️ Also joggte ich die halbeinsame Strasse der Strandpromenade entlang zurück. Ich kam erfreulicherweise kaum ausser Atem, aber dank 30° ordentlich ins…🥵🥵

Und ich musste mich vor dem Zubettgehen noch kurz abkühlen. Im Dunkeln ist Wäsche Bikini.

Erstmal die Füsse eintauchen…

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