Monatsarchiv: September 2017

Catwalk in Sofia

IMG_0616

Ich gebe zu.
Von Sofia habe ich nicht viel gesehen.
Ausser Janina, Milka, Tania, Mila, Marta, Jelena und Vera.
Sie defilierten am Vitosha Boulevard.
Im Rucksack trägt der Reisende aus der westlichen Welt ja immer auch eine Prise Vorurteile, so auch ich. Aber Ausländer sind im Ausland halt anders als als Inländer zu Hause. Sprich nicht alle Männer tragen Trainer und Fahren einen geleasten BMWX3,  nicht alle Frauen tragen 3cm Make-Up und 7cm Absatz.
Eines wurde mir schnell klar. Die in der Fussgängerzone an uns vorbeidefilierende holde Weiblichkeit hatte Stil. Zwar huldigten manche den typisch weiblichen Attributen wie langem Haar und Röcken, aber nicht in der mir bekannten geklonten Art à la H&M, Mango und Co.
Da gab es ein buschiges, knallgrünes Kleid, zusammengehalten von einem breiten Gurt. Weit schwingende Beinkleider darüber ein enges Top mit Schiffchenausschnitt und Hut. Schwarzes Kleid und orange Tasche in Übergrösse. Und alle Figuren waren vertreten.
Auch die Mädchencliquen trugen nicht die gleiche Frisur, den gleichen Stil, wie in Zürich schon so oft gesehen. Sondern waren dezent-elegant, aufgedonnert, unscheinbar-schlicht, burschikos. Alles dabei.
Es war wirklich toll, an diesem Catwalk zu sitzen, zu sehen, dass Mode nicht Zwang zur Uniformität bedeutet, sondern einfach Spass macht.
Zum Spass beigetragen hat sicher neben Janina, Milka, Tania, Mila, Marta, Jelena und Vera auch der Caipirinha.
Doch am Ende des Catwalks im schönen postsowjetischen Park.
Kinder und Paare und Hunde und Familien.
Und BMXler.
Und Skater.
Eine Gruppe filmte. Aber der Boardslide klappte nicht.
Da fluchte der Skater im wüstesten Züridüütsch.
Und doch entkomme ich nie ganz.
Die Schweiz ist überall.

(Still to do: To Do)

Werbeanzeigen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Füllmaterial

Amélie in Rumänien

To-Do-Listen sind nicht meine Stärke, ich weiss.

Aber ich bemühe mich.
Nämmli.

Wahrscheinlich kennen alle cinéphilen Ü.30er Amélie Poulain und deren fabelhafte Welt.
Ich bin sicher, Amélies Vorfahren kamen aus Rumänien. Oder ihre Nachkommen.
Oder sie reiste selbst durchs Land und hinterliess ihre Spuren.
Überall entdeckten wir verspielte Hinweise der Lebensfreude.
Plötzlich etwas Buntes.
Ein Gemälde.
Musik.

Ich könnte jetzt spielverderberisch erwähnen, dass das in der Schweiz alles nicht möglich wäre weil – eben – öffentlicher Grund, Brandschutzbestimmungen, gestörtes Dorfbild. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder täte, was er wollte oder kurz: da könnte ja der kommen…
Ja! Bitte!

Bier für subversive Poeten

Freestyle Briefkästen auch für Musikstile

Die Wasserfall-Treppe

Fröhliche Felgen passend zu den farbigen Fassaden

Regenschirm-Himmel auch bei Sonnenschein

Guerilla-Gardening

Gemälde frei Haus

Und dazu noch ein Klavier zum Spielen. Gut. Ich gebs zu. Das gibts hier in meiner Heimatstadt auch. Ein Klavier das rumsteht mit dem Hinweis: Spiel dich frei!
Aber in Amélie-Rumänien hört man auch nicht immer nur Für Elise.

Und bloss nie vergessen:

Motto.jpg

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter My Life in Piktos

Der Teufel und sein Süppchen

Teufel
Phi: Mami, haben wir einen Schornstein auf unserm Haus?
Ich: Ja klar. Wir können einfeuern in der Küche. Der Rauch muss ja wo hin.
Phi: Der Rauch geht doch in den Boden.
Ich: Nein, der steigt auf.
Phi: Ich dachte, der geht zum Teufel. Der unter der Erde Magma kocht.
Ich: Der Teufel kocht sein Süppchen?
Phi: Ja! Mit Schuhen!
Ich: Für den Geschmack?
Phi: Ja genau!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter My Life in Piktos, Sprachfundstücke

Card Nr. 9

Regenwald, passend zum Wetter. 😬

So, langsam bin ich wieder fit mit Farben.
Wenigstens grün.
Für den Rest brauch ich erst noch ein Glas Wein und ein paar Pinguine.
img_2077

2 Kommentare

Eingeordnet unter My Life in Piktos