Chemo in Zeiten von Corona

Bei der Zufahrt zum Spital steht ein Leuchtstreifenmann mit Maske zwischen Zelt und Absperrung und stellt sich mir und meinem Skateboard in den Weg.

Er: Guten Morgen, arbeiten Sie im Spital?
Ich: Nein.
Er: Wollen Sie jemandem besuchen?
Ich: Nein, ich habe einen Termin.
Er: Haben Sie Fieber oder Husten?
Ich: Nein, sonst wäre ich nicht hier.

Er lässt mich passieren.

Vor der Frauenklinik. Die Tür öffnet sich, eine Leuchtstreifenfrau mit Maske wehrt ab, als ich reingehe.

Sie: Kommen Sie zu Besuch? Kommen Sie, wir sprechen draussen.
Sie fuchtelt mich aus der Tür.
Ich: Nein. Ich habe einen Termin auf der Onkologie.
Sie: Das muss ich nicht wissen. Nur dem Namen.
Ich: Tinkakartinka, viertelvorzehn.
Sie nesteln sich durch ihre Liste: Tinka, Tinka…
Ich: Kartinka.
Sie: Ah hier. Sie dürfen rein.
Ich: Danke.

Und ich, ich komme mir vor wie in einer Endzeit-Netflix-Serie. 🙈

2 Kommentare

Eingeordnet unter My Life in Piktos

2 Antworten zu “Chemo in Zeiten von Corona

  1. Muss sehr befremdend sein eine solche Situation …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s